Oberhausen, 08.02.2012

Fernwärme für 1.800 Haushalte in Osterfeld

evo und GE-WO unterzeichnen Vertrag zur Versorgung mit umweltfreundlicher Energie

Die GE-WO Gemeinnütziger Wohnungsbau eG in Osterfeld ist Eigentümerin von 880 Häusern mit ca. 4.600 Wohneinheiten, davon befinden sich 313 Gebäude mit ca. 1.800 Haushalten  in den Stadtteilen Klosterhardt, Stadtmitte und Rothebusch. Diese liegen in unmittelbarer Nähe des geplanten Fernwärme-Versorgungsnetzes der Energieversorgung Oberhausen AG (evo). Von den 1.800 Wohneinheiten werden ca. 380 Haushalte der Westerholt-Siedlung zurzeit über ein zentrales Kohle-Heizwerk mit Wärme versorgt, die übrigen Haushalte beziehen ihre Raumwärme überwiegend aus Gaskessel-Anlagen.

Das wird sich in Zukunft ändern: Mit der heutigen Vertragsunterzeichnung haben der Energieversorger und die Wohnungsbaugesellschaft vereinbart, die Gebäude der GE-WO an das Fernwärmenetz anzuschließen und damit zukünftig alle 1.800 Haushalte in den 313 Häusern mit der umweltfreundlichen Energie zu versorgen.

Hartmut Gieske, kaufmännischer Vorstand der evo, äußerte sich nach der Vertragsunterzeichnung sehr zufrieden: „Von allen Stadtteilen hat Osterfeld das höchste Anschlusspotenzial für Fernwärme. Die GE-WO leistet einen respektablen Beitrag dazu. Schon im Vorfeld waren die Verhandlungen partnerschaftlich und das Ergebnis ist für beide Parteien von wirtschaftlichem Nutzen: Auf Seiten der evo hilft der Anschluss vieler Häuser, das Großprojekt rentabel zu machen.“

„Und für die GE-WO ist von Vorteil, dass sie in einer Aktion ein Vielzahl von Heizungsanlagen modernisieren kann“, ergänzte Wolfgang Hoffmann, Vorstandmitglied der Wohnungsgenossenschaft.

Mit ihrer Übereinkunft leisten die Unternehmen einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz: 4.000 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid können so jährlich eingespart werden. Das entspricht dem CO2-Ausstoß von 3.100 VW Golf mit einer jährlichen Fahrleistung von 10.000 km.

Insgesamt werden etwa 12 MW fossile Feuerungsleistung (Gas- und Kohlekessel) durch umweltschonende, moderne Fernwärmebereitstellung ersetzt. Der Einsatz wertvoller Primärenergie verringert sich durch diese Maßnahme merklich um 70 %. Möglich ist dies durch eine intensive Nutzung industrieller Abwärme und effiziente Kraft-Wärme-Kopplungs-Prozesse in den Fernwärme-Erzeugungsanlagen der evo.

„Die Entscheidung für Fernwärme ist eine Investition, die sich langfristig für die Umwelt und damit auch für die Stadt Oberhausen lohnt. Auch in dieser Hinsicht freue ich mich ganz besonders, dass mit der Wohnungsgenossenschaft der größte und bedeutendste Partner im Stadtteil gewonnen werden konnte“, sagte Klaus Wehling in seiner Doppelfunktion als Oberbürgermeister und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der evo.

Birgit Konopatzki
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28.01.2010,

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