Oberhausen, 22.05.2012

Informationen zur Fernwärme

Fernwärme ist besonders umweltschonend und komfortabel. Überzeugen Sie sich selbst.
Die unter Umweltgesichtspunkten günstige Erzeugungsstruktur der evo spiegelt sich insbesondere in den Erzeugungsdaten für die Fernwärme wider. Der Anteil industrieller Abwärme und Müllabwärme liegt derzeit bei ungefähr 40 %. Ungefähr 59 % der Fernwärme werden aus dem Kraft-Wärme-Kopplungsprozess gewonnen, und lediglich der marginale Anteil von einem Prozent stammt aus der Frischwärmeerzeugung. Besonders die Nutzung der Abwärme von OXEA und der GMVA sorgt für eine umweltschonende Energieerzeugung.

Das Fernwärme-Verbundsystem der evo arbeitet unter anderem aus diesem Grund sehr effektiv mit einem Primärenergiefaktor von ungefähr 0,34. Das bedeutet, dass für die Energieerzeugung nur 34 % Primärenergie benötigt werden. Für die Bereitstellung von 100 % Nutzwärme zur Beheizung von Gebäuden oder zur Erwärmung von Trinkwasser benötigt eine konventionelle Ölheizung rund 130 % Primärenergie.

Dies führt dazu, das die evo-Fernwärme als Ersatzmaßnahme nach dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz EEWärmeG anerkannt ist (bei Neubauten kann daher auf den Einsatz nach EEWärmeG vorgeschiebenen regenerativen Energien verzichtet werden).

Der jährliche Wärmebedarf der evo-Fernwärme beträgt in Oberhausen ungefähr 500.000 MWh. Die Individualheizungen müssten für diese 500.000 MWh ungefähr 650.000 MWh Primärenergie zur Produktion einsetzen. Der Rest sind unter anderem Produktionsverluste. Bei der Fernwärmeproduktion der evo müssen für diese 500.000 MWh nur rund 210.000 MWh Primärenergie eingesetzt werden. Die Fernwärmeproduktion der evo ist somit besonders effektiv.

Durch diese Art der Fernwärmeproduktion werden im Vergleich zu Individualheizungen 450.000 MWh Primärenergie (45 Millionen Liter Heizöl) pro Jahr eingespart. Das senkt den CO2-Ausstoß im Jahr um 120.000 Tonnen.

 

Abwärmenutzung OXEA
Bereits seit 1985 bezieht die evo Abwärme aus dem Werk Ruhrchemie in Holten. Um die bei den chemischen Prozessen freiwerdende Wärme nicht über große Luftkühler bzw. Kühltürme zu vernichten und an die Umwelt abgeben zu müssen, wurden von der evo schon 1985 große Investitionen vorgenommen. Auf dem Gelände der damaligen Ruhrchemie wurden Anlagen errichtet, um die Abwärme umzuwandeln und für das Fernwärmesystem der evo nutzbar zu machen.

In den vergangenen 23 Jahren wurden ca. 2,5 Millionen MWh Abwärme in das System der evo eingespeist. Durch die Nutzung der Abwärme wurden in dieser Zeit ca 2 Millionen MWh (88.000 MWh jährlich) Primärenergie - größtenteils Erdgas - eingespart. Das entspricht rund 2 Millionen Litern Heizöl. Auch für die Umwelt ist die Nutzung der Abwärme vorteilhaft, weil die Emissionen deutlich verringert werden. Anstatt die Abwärme zu kühlen und über Kühltürme abzugeben, wird sie nun sinnvoll genutzt. Dadurch werden jährlich 22.900 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

 

Fernwärmenetz
Das Fernwärmenetz der evo umfasst 179,3 Kilometer Heizwasserleitungen. In den Fernwärmegebieten sind über 90 % aller Häuser angeschlossen. Über ein ca. elf Kilometer langes Fernwärmetransportsystem wird die in Kraft-Wärme-Kopplung oder durch Nutzung von industrieller Abwärme erzeugte Fernwärme in die drei großen Fernwärmenetze der evo (Alt-Oberhausen, Sterkrade, Neue Mitte) eingespeist.

 

50 Jahre Fernwärme in Oberhausen
Die Fernwärme in Oberhausen feierte 2008 ihren 50. Geburtstag. Ihre Geschichte beginnt eigentlich schon 1956. Die Stadtväter entschieden sich damals, ein eigenes Fernheizkraftwerk an der Danziger Straße zu bauen. Die damaligen Stadtwerke betraten damit völliges Neuland, denn die neue Heißluftturbine lieferte nicht nur Strom, sondern nutzte auch die komplette Abwärme für das Heizsystem. 1958 wurde die Anlage erstellt. Das erste Fernwärmenetz war fünf Kilometer lang und versorgte 25 Häuser in Alt-Oberhausen. Darunter auch das CVJM-Haus auf der Marktstraße, das als erstes Gebäude an die Fernwärme angeschlossen wurde. 1972 wurde dann die Fernwärmeversorgung in Sterkrade durch den Bau eines zweiten Heizkraftwerkes aufgenommen. Das Gebiet wurde 1996 durch die Neue Mitte und den Anschluss des Centro erweitert.

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter T 0208 835-2500 oder über service(at)evo-energie.de.  

 

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