
Drückerkolonnen in Oberhausen erfragen auch Geheimzahlen
Bei der Energieversorgung Oberhausen AG (evo) haben sich in den vergangenen Tagen erneut viele Kunden über Haustürgeschäfte eines namentlich nicht genannten Energieanbieters beschwert. Die evo warnt zum wiederholten Mal vor diesen Besuchern. „Bei diesen Leuten handelt es sich nicht um Mitarbeiter der evo“, macht evo-Pressesprecherin Birgit Konopatzki deutlich. „Unsere Mitarbeiter im Außendienst kommen nur dann ins Haus, wenn die Kunden uns darum bitten. Wir schließen definitiv keine Tür-zu-Tür-Geschäfte ab.“
Laut Aussagen der Kunden werden die Methoden der Hausbesucher immer schärfer. Dabei nehmen die angeblichen Vertreter vermehrt ältere Leute ins Visier. Die Besuche laufen oft nach folgendem Muster ab: Zunächst wird der Kunde in vielen Fällen dadurch verunsichert, dass er angeblich einen Brief mit Informationen zum Anbieterwechsel und einer Ankündigung des Besuchs erhalten haben soll. Dann wird der Verbraucher beispielsweise darauf hingewiesen, dass es in der Energiebranche Fusionen gegeben habe, die neue Vertragsabschlüsse notwendig machten. Häufig wird Einsicht in Rechnungen oder das Ablesen von Zählerständen verlangt. In Einzelfällen gingen die Verkäufer sogar so weit, dass sie Bankverbindungen und PIN-Nummern von EC-Karten erfragten - und das teilweise mit Erfolg.
Namen von Energieversorgen fallen zwar explizit nicht, wenn der Kunde allerdings glaubt, es es handele sich bei den Besuchern um evo-Mitarbeiter, so wird er bewusst im Unklaren gelassen.
Das Verhalten der Drückerkolonnen wird von der evo stark kritisiert: „Die Kunden sind sehr verunsichert. Wir beobachten eine rapide Zunahme der Beschwerden seit Anfang Januar. Der Ton ist schärfer geworden und auch die Methoden werden immer dreister. Das alles schockiert uns. Besonders ältere Mitbürger werden als Opfer ausgewählt, weil sie den unlauteren Methoden und falschen Argumenten oft so schnell nichts entgegensetzen können.“
Die evo rät den Kunden, generell keine Haustürgeschäfte abzuschließen und sich immer den Ausweis der Besucher zeigen zu lassen. Den angeblich fachlichen Argumenten sollte man keinen Glauben schenken. Geheimzahlen und PIN-Nummern sollten grundsätzlich nicht herausgeben werden.
„Wir haben nichts gegen Wettbewerb, aber er sollte fair bleiben“, erklärt Birgit Konopatzki abschließend. „Sich mit falschen Tatsachen und fast kriminellen Methoden Zugang zu den Kunden zu erschleichen, ist ganz und gar nicht fair. Wir und auch andere seriöse Energieanbieter verurteilen Stromgeschäfte auf Kosten der Kunden.“
Die evo bedankt sich bei ihren Kunden für die Informationen und bittet Sie, dem Unternehmen derartige Vorfälle weiterhin telefonisch unter T 0800 2552500 mitzuteilen.
Birgit Konopatzki
- Pressesprecherin -
T 0208 835-2960
E b.konopatzki(at)evo-energie.de