// 16.09.2022

Weitere Preisveränderungen

zum 1.11.2022

Wir in Oberhausen
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Grund sind die neuen Gasumlagen sowie weiterhin hohe Beschaffungskosten

Leider kommen auf die Gaskundinnen und -kunden in Deutschland erneute Preissteigerungen zu. Neben der Einführung der neuen Gasumlagen der Bundesregierung befinden sich die Preise an den Energiemärkten unverändert auf einem steigenden Niveau. Auch die Kosten aus der Umlage von Fehlbeträgen aus dem Einsatz von Regel- und Ausgleichsenergie (Bilanzierungsumlage) sind gestiegen. All dies verteuert im Ergebnis die Beschaffung zusätzlich und betrifft auch die Kundinnen und Kunden der Energieversorgung Oberhausen AG (evo).

 

Die Änderungen im Überblick:

Gasumlagen

Zum 1. Oktober 2022 (bis zum 31. März 2024) fällt für die Verbraucherinnen und Verbraucher eine neue Gasbeschaffungsumlage in Höhe von 2,419 Cent pro Kilowattstunde netto an (2,879 Cent pro Kilowattstunde brutto inkl. 19 % Mehrwertsteuer). Die Gasbeschaffungsumlage soll die Kosten für eine kurzfristige Ersatzbeschaffung ausgleichen und wird auf alle in Deutschland verkauften Gasmengen gleichmäßig umgelegt.

Außerdem fällt ab dem 1. Oktober 2022 (bis zum 1. April 2025) die sogenannte Gasspeicherumlage an. Die Gasspeicherumlage beträgt 0,059 Cent pro Kilowattstunde netto (0,070 Cent pro Kilowattstunde brutto inkl. 19 % Mehrwertsteuer). Sie dient der Sicherstellung einer ausreichenden Gasspeicherung und damit der Versorgungssicherheit.

Die beiden Umlagen fallen für alle Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland an und betreffen daher auch Gaskundinnen und -kunden mit einer Preisgarantie bis zum 31. Dezember 2022 bzw. 31. Dezember 2023. Die Höhe der Umlagen wird regelmäßig (alle drei Monate) überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Weitere Gründe für die Preisanpassung

Durch die Sorge einer drohenden Gasmangellage befinden sich die Preise an den Energiemärkten unverändert auf einem steigenden Niveau. In der Folge sind unsere Beschaffungskosten weiterhin gestiegen. Die bestehende Bilanzierungsumlage ist aufgrund der angespannten Lage auf den Energiemärkten ebenfalls erhöht worden. Die gestiegenen Kosten können nicht durch Beschaffungsoptimierungen aufgefangen werden und daher an unsere Kunden weitergegeben. Ausgenommen hiervon sind Verträge mit einer Preisgarantie.

Hinweis zur Mehrwertsteuer

Die Bundesregierung hat am 18.08. verkündet, dass die Mehrwertsteuer für Gas von derzeit
19 auf 7 Prozent gesenkt werden soll. Damit dieser Beschluss auch in Kraft tritt, ist die Zustimmung des Bundestages und Bundesrates notwendig. Diese Zustimmung liegt derzeit noch nicht vor. Eine Entscheidung wird im September erwartet. Sobald dieser Beschluss in Kraft tritt, wird die evo die Mehrwertsteuersenkung weitergeben. Bis dahin gelten die 19 Prozent.

Hinweis zu den Abschlägen

Die automatisch erhöhten Abschläge durch die evo enthalten bereits diese Preiskomponenten. Insofern ist eine weitere Anpassung nicht notwendig.

 

Übersicht

  • Grund-/Ersatzversorgung für Haushaltskunden und Gewerbekunden bis 10.000 kWh:

Arbeitspreiserhöhung zum 01.11.2022 in Höhe von + 4,01 Cent/kWh brutto

  • Sonderverträge:

Arbeitspreiserhöhung zum 01.11.2022 in Höhe von + 4,01 Cent/kWh brutto

  • Sonderverträge mit Preisgarantie (31.12.22 oder 31.12.23):

Arbeitspreiserhöhung zum 01.11.2022 in Höhe von + 2,95 Cent/kWh brutto

 

Beispielrechnungen

  • Beispiel Gas-Grundversorgung:

Für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 14.625 kWh (in einem 4-Familienhaus mit einem Gesamtverbrauch von 58.500 kWh) ergibt sich eine Preiserhöhung von rund 26 Prozent.

 

Bruttobetrag gesamt alt (Stand 01.10.2022)          2.299,16 Euro/a

Bruttobetrag gesamt neu (Stand 01.11.2022)       2.885,63 Euro/a
Differenz                                                               + 586,46 Euro

 

  • Beispiel Gas Sondervertrag z.B. TOB Gas pur ohne Preisgarantie:

Für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 14.625 kWh ergibt sich eine Erhöhung von rund 29 Prozent:   + 586,46 Euro

 

  • Beispiel Gas Sondervertrag z.B. TOB Gas Garant 23 mit Preisgarantie:

Für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 14.625 kWh ergibt sich eine Erhöhung von rund 29 Prozent:   + 431,44 Euro

 

Ankündigung Preiserhöhung Fernwärme zum 01.10.2022

Auch die Fernwärmetarife werden aus den genannten Gründen angepasst. Für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 11.250 kWh (in einem 4-Familienhaus mit einem Gesamtverbrauch von 45.000 kWh) ergibt sich eine Preiserhöhung von rund 61 Prozent.

Die Preiserhöhung beinhaltet die neuen Gasumlagen sowie das Entgelt für CO2-Emissionen. Die Veröffentlichung der detaillierten Preisinformationen erfolgt am 30.09.2022.

Autor:
Sabine Benter Pressesprecherin s.benter@evo-energie.de 0208 835-2299