evo kooperiert mit MAN Energy Solutions

Kraftwerksstandort Sterkrade bekommt neue Gasturbine

Am Standort des Heizkraftwerks II der evo macht eine neue Gasturbine aus dem Hause MAN Energy Solutions (MAN) die lokale Fernwärmeversorgung der evo noch effizienter und flexibler. Der entsprechende Vertrag zwischen MAN und evo wurde jüngst unterzeichnet.

Die Inbetriebnahme der neuen Anlage ist für 2020 vorgesehen, sofern die planerischen Vorarbeiten in 2019 wie vorgesehen abgeschlossen werden können. Künftig kann die mittels der neuen Gasturbine produzierte Energie – abhängig von der Zahl der jährlichen Betriebsstunden – mindestens 9.000 Haushalte mit Strom und 3.000 Haushalte mit Wärme versorgen.

Die Gasturbine funktioniert nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Dies bedeutet, dass sie gleichzeitig Strom und Wärme produziert und daher besonders effizient und ressourcenschonend ist. Konkret liefert die Anlage 8,5 MW elektrische und 14 MW thermische Leistung. Zuletzt hatte die evo mit ihr auch erfolgreich an der jährlichen KWK-Ausschreibung der Bundesnetzagentur teilgenommen: „Wir sehen diesen Erfolg als Beleg dafür, dass unser Konzept für moderne, dezentrale Lösungen zur erfolgreichen Gestaltung der Energiewende vor Ort überzeugt hat“, sieht Bernd Homberg, technischer Vorstand der evo, die Strategie der evo bestätigt. Verbunden mit dem Erfolg bei der KWK-Ausschreibung ist eine Förderung der Anlage, deren Höhe von der Zahl der jährlichen Betriebsstunden abhängig ist.

In Kombination mit dem ebenfalls in Sterkrade entstandenen Fernwärme-Speicher wird die neue, hochflexibel fahrbare Anlage künftig dafür sorgen, dass insbesondere Lastspitzen beim Wärmebedarf abgedeckt werden. „Für die evo ist die neue Gasturbine ein Baustein für künftige Konzepte beim Thema Sektorkopplung, d.h. bei der Entwicklung integrierter, übergreifender Energielösungen für die Bereiche Erzeugung, Industrie und Verkehr“, fügt Christian Basler hinzu, der bei der evo die Kraftwerkssparte leitet.

Auch MAN profitiert von der Kooperation: „Die Geschichte der Zusammenarbeit von evo und MAN ist lang. Wir kennen und schätzen einander als verlässliche Partner“, bestätigt Holger Kube, Head of Sales Segment Power Generation bei MAN Energy Solutions. Dabei hilft die Nähe des künftigen Gasturbinen-Standorts zum Oberhausener MAN-Werk dem Anlagenbauer auch dabei, im laufenden Betrieb weitere Erkenntnisse für eine stetige, technische Weiterentwicklung der Gasturbinen zu gewinnen. „Insofern ist diese Kooperation eine Win-Win-Situation“, so Holger Kube.

Und schließlich steht der Standort Sterkrade der MAN künftig als Referenz-Standort zur Verfügung, wenn der Technologielösungsanbieter potenziellen Kooperationspartnern eine seiner Gasturbine im Betrieb vorführen möchte.

Die evo setzt mit dieser Kooperation ihre erfolgreiche Strategie der Stärkung des eigenen Erzeugungsportfolios fort und sorgt damit für die Beständigkeit und Zukunftssicherheit insbesondere der Fernwärme: „Gerade in Zeiten, in denen die mittel- und langfristige Entwicklung der Energiebranche aufgrund der unklaren politischen Rahmenbedingungen nur bedingt absehbar ist, ist das der richtige Schritt, um die evo dauerhaft zukunftsfest zu machen“, betont Bernd Homberg.

Das obige Foto zeigt Vertreter beider Unternehmen bei der Vertragsunterzeichnung (v.l.n.r.; vorne): Christian Basler, Bernd Homberg (beide evo), Holger Kube, Thomas Schütz (beide MAN); (v.l.n.r.; hinten): Sebastian Schmid, Reinald Hüser (beide evo), Norbert Faustmann (MAN) und Felix Balle (evo).

 

Daniel Mühlenfeld
Pressesprecher | T 0208 835-2294 | daniel.muehlenfeld(at)evo-energie.de

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