Ziemlich beste Partner

Fraunhofer UMSICHT und die evo verbindet weit mehr als nur eine Reihe von Projektkooperationen

Denn einer der Gründerväter des Instituts, der unlängst verstorbene Prof. Dr. Gerhard Deuster, war zugleich langjähriger Vorstand der evo. Einer seiner Nachfolger, der frühere technische evo-Vorstand Dr. Thomas Mathenia, stand bis zur letzten Jahreshauptversammlung dem Förderverein des Instituts vor. Die Vereinsmitglieder sprachen sich nun einstimmig dafür aus, dass im Vereinsvorsitz mit Bernd Homberg die Person nachfolgte, die auch als technischer Vorstand der evo bereits seit Mitte 2011 für die Versorgung in Oberhausen in Verantwortung steht. Kurz zuvor, im April 2018, war Bernd Homberg zudem aus der Münchener Zentrale von Fraunhofer in das Kuratorium des Instituts UMSICHT berufen worden.

"Symbiotische" Beziehung

"Diese Ämter zu übernehmen, war mir gleichermaßen eine Verpflichtung und eine Freude", sagt Bernd Homberg: "Wenn man sich anschaut, wie lange, wie intensiv und wie selbstverständlich die evo und Fraunhofer UMSICHT zusammenarbeiten, dann ist es fast angebracht, nicht mehr von einer Kooperation, sondern von einer Symbiose zu sprechen." Der Begriff trift das traditionelle Miteinander sehr präzise. Denn wo die evo schon wiederholt von der wissenschaftlichen Expertise der örtlichen Spitzenforscher profitiert hat, half es den Entwicklern aus dem Hause UMSICHT oftmals entscheidend weiter, wenn sich bei der evo eine unkomplizierte Gelegenheit bot, die eigenen Forschungsergebnisse im Praxistest auf Herz und Nieren zu prüfen; jüngstes Beispiel ist hier wiederum die Mikro-Dampfturbine.

Mikro-Dampfturbine

Doch auch jenseits der eingangs schon erwähnten, großen Kooperationsprojekte pflegen evo und Fraunhofer UMSICHT regen Austausch: Dazu gehört die alljährliche Mitarbeit in den Fachjurys im Rahmen des UMSICHT Wissenschaftspreises ebenso, wie die Beratung bei der Konzeption der Vertikalbegrünung für die künftige Fassade der evo-Hauptverwaltung durch Fraunhofer. Und schließlich sind die Forscher von Fraunhofer UMSICHT auch mit an Bord, wenn die evo sich nun anschickt, ausgehend vom Gebäude des neuen Jobcenters am Altmarkt ein LoRa-WAN-Netz über der Stadt Oberhausen aufzuspannen und daran anknüpfend neue Services und Dienstleistungen zu entwickeln: "Wir wissen, was wir aneinander haben, kennen und schätzen uns", bringt es Bernd Homberg auf den Punkt. Und so bestätigt sich noch einmal: Die Partner verbindet keine bloße, projektbezogene Kooperation, sondern eben eine echte und dauerhafte „Symbiose“.

Wissenschaftsnachwuchs 2019