// 21.10.2026

Marienviertel wird an die Oberhausener Fernwärme angeschlossen

Wir in Oberhausen
Seiteninhalt

evo, Oberhausener Netzgesellschaft und Covivio stellen Wärmeversorgung im Quartier gemeinsam um

Für den Anschluss des Marienviertels an die Fernwärme ziehen Energieversorgung Oberhausen AG (evo), die Oberhausener Netzgesellschaft mbH und die Covivio Immobilien GmbH fest an einem Strang. In naher Zukunft werden 46 Gebäude mit 370 Wohneinheiten über 29 Hausanschlüsse aus dem Oberhausener Fernwärmenetz versorgt. Der erwartete jährliche Wärmeabsatz liegt bei rund 1.947 Megawattstunden. Dafür wird das bestehende Fernwärmenetz umfassend in das Quartier hinein erweitert. Die bisherigen zentralen Gas- und Gasetagenheizungen werden schrittweise durch die zentrale Fernwärmeversorgung ersetzt. In einzelnen Wohnungen werden zudem vorhandene Gasdurchlauferhitzer ausgebaut und elektronische Geräte integriert.

„Der Anschluss des Marienviertels erfordert eine umfangreiche Netzerweiterung und sorgfältige technische Planung. Damit in Zukunft die Mieterinnen und Mieter von der Fernwärme profitieren, braucht es zunächst die entsprechende Infrastruktur. Da die sichere Versorgung der Oberhausenerinnen und Oberhausener heute und morgen eines unserer zentralen Ziele ist, stellen wir uns der Herausforderung sehr gerne“, ist Christian Basler, technischer Vorstand der evo, vom Projekt überzeugt.

Vorteile für die Menschen vor Ort
Für die Mieterinnen und Mieter wird die Wärmeversorgung komfortabler, weil in den Wohnungen künftig keine eigene Gasheizung mehr erforderlich ist. Damit verringern sich auch die Wartungs- und Prüfaufwände: Termine für die bisherigen Einzelheizungen und Besuche des Schornsteinfegers in den Wohnungen sind nicht mehr notwendig. Der Mix aus Wärmequellen, die die Oberhausener Fernwärme speist, und leistungsfähige Erzeugungsanlagen tragen zur Versorgungssicherheit bei.

„Mit dem Anschluss des Marienviertels schaffen wir für mehrere hundert Haushalte eine zentrale und komfortable Wärmeversorgung. Für die Bewohnerinnen und Bewohner reduziert sich der Aufwand rund um die Heiztechnik in der eigenen Wohnung. Gemeinsam mit Covivio setzen wir damit ein konkretes Projekt zur Weiterentwicklung eines bestehenden Wohnquartiers in Oberhausen um“, freut sich auch Timm Dolezych, kaufmännischer Vorstand der evo.

Rainer Langenhorst, CTO Covivio in Deutschland ergänzt „Für eine erfolgreiche Wärmewende brauchen wir langfristige Lösungen und starke Partnerschaften. Gemeinsam schaffen wir die Voraussetzungen, unseren Gebäudebestand Schritt für Schritt nachhaltiger und zukunftsfähiger aufzustellen.“

Auch über das Marienviertel hinaus ist Fernwärme insbesondere für dicht bebaute Stadtgebiete eine Option der kommunalen Wärmeplanung: Die Oberhausener Fernwärme weist aktuell einen Primärenergiefaktor von 0,23 auf (bescheinigt bis Jahresende 2033). Rund 70 Prozent der eingespeisten Wärme stammen dabei bereits heute aus erneuerbaren Quellen und unvermeidbarer Abwärme (Z.B rund 15 Prozent der davon aus Biomasse)

Als mögliche Ergänzungen prüfen evo und Oberhausener Netzgesellschaft kontinuierlich, welche Wärmequellen in Zukunft ergänzt werden können. Neben einem starken Fokus auf Geothermie, den die neu gegründete Geothermie-Gesellschaft Erneuerbare Wärme Styrum GmbH (ews) verfolgt, werden Optionen wie der Ausbau der Abwärmenutzung oder Power-to-Heat-Anlagen betrachtet.

Autor:
Julia Limia y Campos Pressesprecherin [email protected] 0208 835-2299