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- Gradtagzahlen
Gradtagzahlen - Was ist das?
Die Temperaturdaten zur Ermittlung der Gradtagzahlen (GTZ) misst der Deutsche Wetterdienst. Gradtagzahlen kommen immer dann in den Heizkostenabrechnungen zum Tragen, wenn keine konkreten Messwerte vorliegen. Das ist der Fall, wenn an einer Heizanlage kein entsprechendes Messgerät angeschlossen ist. Der Energieanbieter nutzt somit eine genormte und unabhängig errechnete Zahl. Die Gradtagzahl gibt die Abweichung der durchschnittlichen Außentemperatur von der üblichen Raumtemperatur (ca. 2O° C) an. Gemessen wird, sobald es kälter als 15° C ist.
Mehr Informationen?
Wichtige Internetlinks zum Thema finden Sie unter www.dwd.de (Deutscher Wetterdienst)
| Monat | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Januar | 470,6 | 447,7 | 500,7 | 510,7 | 524,6 |
| Februar | 371,4 | 387,2 | 333,6 | 433,3 | 372,6 |
| März | 352,8 | 386,3 | 316,7 | 351,4 | 341,6 |
| April | 289,8 | 318,2 | 230,2 | 198,6 | 265,1 |
| Mai | 106,6 | 119,6 | 60,1 | 124,0 | 142,1 |
| Juni | 13,8 | 5,8 | 47,3 | 18,0 | 24,7 |
| Juli | 0,0 | 0,0 | 5,8 | 0,0 | 0,0 |
| August | 0,0 | 16,5 | 0,0 | 5,5 | 0,0 |
| September | 126,8 | 12,0 | 79,5 | 78,4 | |
| Oktober | 127,1 | 162,3 | 189,6 | 246,,8 | |
| November | 312,4 | 370,4 | 382,0 | 358,6 | |
| Dezember | 485,5 | 346,2 | 456,9 | 431,5 |
Häufige Fragen
Die Heizkosten für einen bestimmten Zeitraum werden berechnet, indem der Anteil der Gradtagszahlen dieses Zeitraums an den Gesamt-Gradtagszahlen des Jahres ermittelt und mit den Gesamtheizkosten multipliziert wird. Diese Methode teilt die Kosten proportional zum Heizbedarf auf.
Die Summe der Gradtagszahlen eines Jahres ist keine feste Größe, sondern wird als Verteilungsschlüssel in 1.000 Promille-Anteilen gemäß der VDI-Richtlinie 2067 dargestellt. Diese Anteile sind auf die einzelnen Monate entsprechend dem durchschnittlichen Heizbedarf verteilt.
Die Gradtagszahl ist ein Maß für den Heizbedarf und ermöglicht eine faire, verbrauchsabhängige Aufteilung der Heizkosten für einen bestimmten Zeitraum. Sie kommt zur Anwendung, wenn keine exakten Ablesewerte der Messgeräte vorliegen.
Die Gradtagszahlen werden für verschiedene Standorte vom Deutschen Wetterdienst (DWD) auf Basis der Differenz zwischen der Raumtemperatur (ca. 20 °C) und der jeweiligen Außentemperatur an Heiztagen gemessen. Ein Heiztag liegt vor, wenn die Außentemperatur unter 15 °C fällt.
Die Abrechnung nach Gradtagszahlen ist eine anerkannte Methode, die angewendet werden darf, wenn eine verbrauchsgenaue Zwischenablesung der Messgeräte nicht möglich ist. Dies ist typischerweise bei einem Mieterwechsel innerhalb einer Abrechnungsperiode der Fall.