Aktuelle Energiethemen

Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Stand 30.01.2023

Wir erleben seit einigen Wochen eine historisch einzigartige Lage auf dem Energiemarkt. Verschiedene Ereignisse, wie der Krieg in der Ukraine und der Rückgang der Gaslieferungen durch Russland, haben dazu geführt, dass sich die Beschaffungspreise für Energie vervielfacht haben.

Wir wissen, dass die aktuelle Situation vielen von Ihnen große Sorgen bereitet und Sie zahlreiche Fragen haben. Viele Antworten finden Sie daher hier und in unseren Hintergrundinformationen.
 

Im Sinne unserer Kundinnen und Kunden setzen wir selbstverständlich alle von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen um. Wir halten Sie hier auf dem Laufenden.

Ihre Energieversorgung Oberhausen

Energiepreisbremse

  • 2. Stufe: Preisbremsen für Strom, Gas und Wärme

Am Donnerstag, den 15. Dezember 22, wurden die Preisbremsen für Strom, Gas und Wärme vom Bundestag verabschiedet. Die zweite Stufe sieht die Deckelung der Energiepreise ab 01. März 2023 rückwirkend zum 01. Januar 2023 für Haushaltskunden vor.

Damit sollen die Verbraucherinnen und Verbraucher mindestens bis Ende 2023 von den hohen Energiepreisen entlastet werden.

  • 1. Stufe: Soforthilfe

Was ist die sogenannte Soforthilfe?

Mit dem Erdgas-Wärme-Soforthilfegesetz (EWSG) werden die vorgeschlagenen Entlastungen für Verbraucherinnen und Verbraucher umgesetzt. Dafür stellt der Bund die finanziellen Mittel zur Verfügung, Gas und Wärmekunden kurzfristig zu entlasten. Stufe 1 ist die sogenannte Dezember-Soforthilfe, bei der der Staat den Dezember-Abschlag für Gas übernimmt. Wärmekunden erhalten im Dezember eine einmalige Kompensationsleistung.

Energiesparen ist also weiterhin sinnvoll und lohnt sich auch finanziell!


Preisanpassung Strom & Gas zum 01.01.2023

Strom

  • evo erhöht den Arbeitspreis für Grundversorgung und Sonderverträge
  • evo erhöht den Arbeitspreis und Grundpreis für Kundinnen und Kunden mit Preisgarantie bis zum 31. Dezember 2022: TOB-Strom Garant, TOB-Strom Family, TOB- Strom Garant Pro

Nicht angepassst werden die Preise für:

  • alle Stromtarife mit einer Preisgarantie bis zum 31. Dezember 2023
  • Wärmepumpen- und Wärmespeicher-Tarife

Gas

  • evo erhöht den Arbeitspreis für Sonderverträge mit Fix-Vereinbarung (Preisgarantie bis 31. Dezember 2022)
  • Sonderfall: Arbeitspreiserhöhung und Grundpreissenkung für den Sondervertrag TOB-Gas Garant (Preisgarantie bis 31. Dezember 2022)

Nicht angepasst werden:

  • Grundversorgung
  • alle Gastarife mit einer Preisgarantie bis zum 31. Dezember 2023

Umsatzsteuersenkung Gas & Fernwärme zum 01.10.2022

Für den Zeitraum vom 01.10.2022 bis zum 31.03.2024 gilt ein verminderter Umsatzsteuersatz von 7 %. Selbstverständlich geben wir diese Senkung vollständig an Sie weiter. Und zwar wie folgt: Maßgeblich ist das Datum der Ablesung des Zählers. Der entsprechende Umsatzsteuersatz gilt dann rückwirkend für den Abrechnungszeitraum.

Ablesedatum Rückwirkend USt.
bis 30.09.2022 19 %
ab 01.10.2022 7 %
bis 31.03.2024 7 %

 

  • Bei allen anderen Ablesedaten nach dem 31. März 2024 wird der Abrechnungszeitraum aufgeteilt und mit zwei Steuersätzen berechnet. Der Verbrauch wird automatisch im System aufgeteilt. Eine Zwischenablesung ist nicht erforderlich.

 

Bitte beachten Sie: Die Abschläge bleiben unverändert. Die Verrechnung der Steuersätze erfolgt mit der Verbrauchsabrechnung.


Update zum Wegfall der Gasbeschaffungsumlage

Die im August 2022 beschlossene Gasbeschaffungsumlage von 2,4 Cent/kWh netto wurde am 29. September 2022 von der Bundesregierung gekippt. Sie sollte ursprünglich ab dem 1. Oktober 2022 erhoben werden. Die Gasspeicherumlage von 0,059 Cent/kWh netto bleibt bestehen.

In Ihrer Preisanpassung zum 1. November 2022 war die Gasbeschaffungsumlage noch enthalten. Die Preise haben wir selbstverständlich korrigiert. Sie reduzieren sich um die ursprünglich geplante Gasbeschaffungsumlage von 2,4 Cent/kWh netto. Das wird in Ihrer Rechnung automatisch berücksichtigt.


Einsparverordnung seit 01.09.2022

Zum 1. September 2022 hat das Bundeskabinett die Kurzfristenergieversorgungs-Sicherungs-Maßnahmen-Verordnung (EnSikuMaV) kurz: Einsparverordnung beschlossen. Sie umfasst Maßnahmen, die sehr kurzfristig umgesetzt werden können, um schon in dieser Heizperiode den Energiebedarf zu senken.

Diese verpflichtet u. a. uns als Energieversorger, unsere Kundinnen und Kunden über ihren Wärmeverbrauch und ihre Wärmekosten sowie über mögliche Einsparpotenziale in ihren Wohnungen und Häusern zu informieren.

Dahinter steckt folgende Faustformel:

Senken Sie fortwährend die durchschnittliche Raumtemperatur um 1 Grad Celsius und sparen Sie gemäß den Annahmen der Verordnung dabei 6 Prozent Energie ein

Die Faustformel lässt sich auf  alle Tarifkonstellationen anwenden. Alle Kundeninnen und Kunden werden individuell postalisch informiert. In den Anschreiben dient als Referenz der Grundversorgungstarif Gas bzw. der TOB-Fernwärme Tarif als Berechnungsgrundlage.


Update Preisanpassung Fernwärme zum 01.10.2022

Auch die Fernwärmetarife werden aus den genannten Gründen angepasst. Für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 11.250 kWh (in einem 4-Familienhaus mit einem Gesamtverbrauch von 45.000 kWh) ergibt sich eine Preiserhöhung von rund 61 Prozent. Die Preiserhöhung beinhaltet die neuen Gasumlagen sowie das Entgelt für CO2-Emissionen. Am 29.09.2022 wurde die Gasbeschaffungsumlage von der Bundesregierung abgeschafft. Die neuen Preise finden Sie hier:



Häufige Fragen

Preisanpassung

Ist die letzte Preisanpassung mit dem Wegfall der Gasbeschaffungsumlage trotzdem gültig?

Ja, die letzte Preisanpassung ist gültig. Es ist nur die Gasbeschaffungsumlage weggefallen. Das werden wir selbstverständlich bei der nächsten Abrechnung berücksichtigen.

Was ist die Strompreisbremse und was bedeutet sie für mich?

Auch die Strompreisbremse ist Stand jetzt noch nicht final von der Bundesregierung definiert. Wir informieren Sie, sobald alles feststeht.

Energiekosten

Warum werden die Preise erhöht?

Die Strom- und Gaspreise an der Börse sind nach Ausspruch der Gaswarnstufe 2 deutlich gestiegen. Die ohnehin angespannte Situation auf den Energiemärkten in den letzten Monaten wurde durch den Russland-Ukraine-Konflikt drastisch verschärft. Die dadurch enorm gestiegenen Beschaffungskosten können leider nicht mehr durch Beschaffungsoptimierungen aufgefangen werden.

Was beeinflusst die Gaspreise für Endkunden?

Es gibt mehrere Faktoren, die den Gaspreis beeinflussen. Bereits im vergangenen Jahr sind die Preise für Gas an den Großhandelsmärkten gestiegen. Gründe für die Preisanstiege waren unter anderem der ungewöhnlich lange Winter und die weltweit gestiegene Nachfrage nach Erdgas im Zuge der konjunkturellen Erholung nach der Corona-Pandemie. Seit dem Krieg in der Ukraine ist der Druck auf die Gaspreise weiter enorm gestiegen. Die Energieversorger sind beim Einkauf von Energie deshalb mit Kosten in nie dagewesener Höhe konfrontiert. Das kann dazu führen, dass die Energieversorger trotz eines vorausschauenden Gaseinkaufes die gestiegenen Kosten an die Kunden weitergeben müssen.

Neben dem Gaseinkauf sind Netzentgelte, staatlich induzierte Umlagen und Steuern Bestandteil des Gaspreises. In den letzten Jahren änderten sich diese über das Jahr kaum, so dass die Endkundenpreise stabil waren.

Am Beispiel der kurzfristig eingeführten Gasumlagen sieht man die Dynamik in der vorherrschenden Energiekrise. Im Moment kann niemand konkrete Aussagen treffen, wie sich die Preise für Energie in den kommenden Monaten entwickeln.

Warum steigen auch meine Stromkosten?

In den meisten Kraftwerken – außer in Biomasse-Kraftwerken – dient Gas als Brennstoff. Es wird in Gasturbinen unter Druck entzündet und verbrannt. Das so entstandene Gas-Gemisch treibt eine Turbine an, die an einen Stromgenerator gekoppelt ist. Deshalb wirkt sich die Gaskrise auch auf Ihre Strompreise aus.

Das heißt auch: Je mehr Strom wir sparen, desto behutsamer gehen wir mit unseren Gas-Ressourcen um. Energiespartipps finden Sie unter www.evo-energie.de/energiesparen

So sparen Sie Energie

Warum steigen auch die Kosten für Fernwärme?

Fernwärme wird ebenfalls zum Teil durch fossile Energieträger wie Erdgas erzeugt. Der Anteil liegt bei ca. 25 Prozent. Bis zu 50 Prozent werden über Abwärme und Müll­verbrennung hergestellt.

Gibt es für mich eine Tarifalternative?

Aktuell empfehlen wir, in Ihren alten Tarifen zu bleiben. Trotz der Erhöhung des Arbeitspreises haben Sie noch immer Preise, die unter den aktuellen Marktpreisen liegen.

Muss ich den Zählerstand angeben?

Nein, der Zählerstand wird automatisch bei Strom und Gas errechnet.

Kann ich einen Bonus erhalten?

Aufgrund der aktuellen Marktsituation können wir derzeit keine Boni vergeben. Bitte bedenken Sie, dass trotz Preiserhöhung unsere Preise unter den Preisen anderer Anbieter liegen.

Abschlagsanpassung

Warum hat die evo die Abschläge außerhalb der Jahresverbrauchsabrechnung (JVA) erhöht?

Durch die stark gestiegenen Energiepreise erwarten wir mit der kommenden Jahresverbrauchsabrechnung (JVA) eine hohe Nachzahlung. Dieser kann mit einer Abschlagsanhebung entgegengewirkt werden. Wichtig ist natürlich auch Ihr Eigenanteil: weniger Energie zu verbrauchen als bisher. Wie das geht erfahren Sie in unseren Energiespartipps.

In welchen Fällen hat die evo die Abschläge außerhalb der Jahresverbrauchsabrechnung erhöht?

Dann, wenn es nötig ist. Dafür haben wir Ihren aktuellen Abschlag geprüft in Bezug auf die neue Preissituation. Sollte Ihr bisheriger Abschlag zu niedrig sein, haben wir den Abschlag auf Basis Ihres Verbrauchs und der neuen Preise angepasst. Auch haben wir bei der Kalkulation Ihre bisher gezahlten Abschläge und den Zeitpunkt Ihrer nächsten Jahresabrechnung berücksichtigt. So vermeiden Sie eine zu hohe Nachforderung.

Sie wurden im September mit einem gesonderten Anschreiben über die neuen Abschlagszahlungen informiert. Wenn Sie zu den Kunden gehören, die bis Ende des Jahres noch eine Jahresendabrechnung erhalten, wird Ihr Abschlagsplan mit der neuen Rechnung entsprechend angepasst.

Ich möchte meinen Abschlag erhöhen.

Wir bitten Sie, unser Schreiben mit Ihrem aktualisierten Abschlagsplan abzuwarten. Sollten Sie darüber hinaus Ihre Abschläge erhöhen wollen, können wir das gerne tun oder selber im Kundenportal ändern.

Ich habe noch keinen neuen Abschlagsplan erhalten.

Wir haben die neuen Abschlagspläne im September versendet. Wenn Sie bis zum 01.10.2022 keinen neuen Abschlagsplan erhalten haben, war eine Erhöhung Ihres Abschlages nicht notwendig. Oder Sie gehören zu den Kunden, die bis Ende des Jahres noch eine Jahresendabrechnung erhalten. In dieser Rechnung wird Ihr Abschlagsplan entsprechend angepasst.

Darf die evo meinen Abschlag automatisch anpassen?

Ja. Die Energiemengen für unsere Kunden haben wir im Voraus beschafft und vorfinanziert. Um eine wirtschaftliche Schieflage zu vermeiden, sind wir als Ihr Energieversorger berechtigt, bei einer Preisänderung Ihre Abschlagszahlungen der Veränderung des Preises entsprechend anzupassen. Dies ergibt sich bei der Grund- und Ersatzversorgung unmittelbar aus geltenden Rechtsvorschriften. Für andere Verträge (Sonderverträge) ergibt sich dies aus unseren Allgemeinen Versorgungsbedingungen, in die wir die Formulierung der Rechtsvorschriften zu Abschlagszahlungen aus der Grund- und Ersatzversorgung unverändert übernommen haben.



Was können Sie tun?

Reduzieren Sie Ihren Energieverbrauch! Das schont die Gasspeicher und spart bares Geld!

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Unsere AVBs und die ergänzenden Bedingungen haben sich geändert