// 22.07.2026

evo und medl gründen gemeinsame Geothermie Gesellschaft und erhalten positiven Förderbescheid

Innovation
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Starker Impuls für eine langfristige, nachhaltige Wärmeversorgung in der Region

Die Energieversorgung Oberhausen AG (evo) und die medl GmbH gehen einen weiteren entscheidenden Schritt auf dem Weg zur klimaneutralen Wärmeversorgung: Die beiden kommunalen Energieversorger haben kürzlich die Erneuerbare Wärme Styrum GmbH (ews) gegründet. Ziel der neuen Gesellschaft ist es, die Potenziale der Tiefengeothermie in der Region systematisch zu erkunden und bei entsprechender Eignung für eine nachhaltige Wärmeversorgung nutzbar zu machen.

Mit der Gründung der gemeinsamen GmbH bündeln evo und medl ihre bisherigen Aktivitäten im Bereich Geothermie in einer klaren, effizienten Struktur. Damit schaffen die Partner die Voraussetzung, Kosten zu senken, Risiken fair zu teilen und den Nutzen dieses zukunftsweisenden Projekts für möglichst viele Menschen in Oberhausen und Mülheim zu realisieren. Die beiden Unternehmen verfolgen dabei bewusst einen besonnenen, schrittweisen Ansatz: Grundlage aller weiteren Entscheidungen sind fundierte Untersuchungen und eine geplante Erkundungsbohrung, die das tatsächliche geothermische Potenzial bewerten soll.

Ein besonderer Vorteil des Projekts liegt im vorgesehenen Erkundungsgebiet, das sich unmittelbar im Grenzgebiet zwischen Oberhausen und Mülheim befindet. Die interkommunale Zusammenarbeit ermöglicht es, geografische und infrastrukturelle Synergien optimal zu nutzen und die Wärmewende gemeinsam voranzubringen.

„Mit der Gründung der ews schaffen wir eine starke Grundlage für ein Projekt, das enorme Chancen für die Region bietet“, sagt Sebastian Mombeck, Geschäftsbereichsleiter der Energieerzeugung bei der evo und einer der Geschäftsführer der neuen Gesellschaft. „Geothermie kann ein tragender Baustein für eine langfristig sichere, klimafreundliche Wärmeversorgung werden. Uns ist wichtig, dieses Potenzial verantwortungsvoll zu heben – wirtschaftlich, technisch und im Sinne der Bürgerinnen und Bürger.“

Auch die medl sieht in der gemeinsamen Gesellschaft einen wichtigen Meilenstein: „Die Bündelung unserer Kompetenzen in einer eigenen Gesellschaft ist der richtige Schritt zur richtigen Zeit“, erklärt Herr Axel Kolwitz, stellv. Abteilungsleiter Wärme / Dezentrale Energiesysteme bei der medl und ebenfalls neuer Geschäftsführer. „Geothermie erfordert hohe Investitionen und sorgfältige Planung. Durch die enge Kooperation verteilen wir Risiken, beschleunigen Prozesse und erhöhen zugleich den Nutzen für beide Städte.“

Positiver Förderbescheid schafft Planungssicherheit

Die ews hat zudem einen positiven Förderbescheid im Rahmen des Programms progres.nrw zur Risikoabsicherung hydrothermaler Geothermie für die geplante Erkundungsbohrung erhalten. Damit ist ein wichtiger Meilenstein für das Vorhaben erreicht. In den kommenden Jahren sollen die erforderlichen Planungs- und Genehmigungsverfahren abgeschlossen werden, sodass voraussichtlich 2028 der Bohrplatz errichtet sowie die Erkundungsbohrung einschließlich der anschließenden Auswertung durchgeführt werden kann. Auf Grundlage der dabei gewonnenen Erkenntnisse wird über die weiteren Schritte zur Umsetzung des Projekts entschieden.

Die ews wird in den kommenden Monaten die nächsten Schritte vorbereiten – die Beantragung von Genehmigungen bis hin zur konkreten Planung der Erkundungsbohrung. Ziel ist es, im Falle einer erfolgreichen Erkundung die Errichtung und den Betrieb einer Tiefengeothermie‑Anlage zu ermöglichen und damit einen wichtigen Beitrag zur kommunalen Wärmeversorgung in Oberhausen und Mülheim und zur Erreichung der Klimaziele in beiden Kommunen bis 2045 zu leisten.

Mit der Gründung der gemeinsamen Gesellschaft und dem positiven Erhalt des Förderbescheides unterstreichen evo und medl ihren Anspruch, die Wärmewende in der Region aktiv, partnerschaftlich und mit Weitblick zu gestalten.

Autor:
Sina Sitzmann [email protected] 0208 835-2960