// 22.07.2026

Spatenstich für neues Quartierskraftwerk „QUENTIN II“

Wir in Oberhausen
Seiteninhalt

Wichtiger Baustein für die Wärmewende in Oberhausen

Mit einem symbolischen Spatenstich wurde kürzlich der offizielle Baubeginn für das Quartierskraftwerk „QUENTIN II“ in Oberhausen-Tackenberg an der Musfeldstraße besiegelt. So werden künftig rund 400 Haushalte, zwei Schulen, eine Sporthalle sowie vier städtische Jugendeinrichtungen mit nachhaltiger Wärme versorgt und damit einen wichtigen Beitrag für die Wärmewende in Oberhausen geleistet. Unter dem Projektnamen „QUENTIN“ sind in der Vergangenheit bereits zwei Nahwärmeinseln in Tackenberg entstanden.

Den ersten Spatenstich begangen evo-Vorstand Christian Basler und Timm Dolezych, Gregor Sieveneck, Bereichsleiter Vertrieb und Kundenanlagen bei der evo sowie evo-Projektleiter Andreas Overhage und Projektmitarbeiter Felix Horstmann gemeinsam mit den Projektbeteiligten und namenhaften Gästen: Oberbürgermeister Thorsten Berg, der Beigeordnete Jürgen Schmidt (Dezernat 3 Familie, Schule, Integration und Sport), Florian Reeh, Betriebsleiter der SBO, Hubert Beyer aus Energiemanagement und Einkauf bei der SBO, Frank Horvath aus dem Immobilienmanagement der SBO, sowie Olaf Rabsilber, Vorstandsvorsitzender der Sterkrader Wohnungsgenossenschaft, und Marvin Knese, Bereichsleiter für Technik, Instandhaltung und Modernisierung der Sterkrader Wohnungsgenossenschaft griffen ebenfalls zur Schaufel.

Wärme für die Zukunft

Mit einem Investitionsvolumen von rund vier Millionen Euro entsteht in Tackenberg ein zukunftsweisendes Versorgungssystem, das die Stärken verschiedener Technologien intelligent miteinander verbindet. Das Quartierskraftwerk setzt auf drei Luftwärmepumpenmodule, ein Power-to-Heat-Aggregat sowie ein Erdgas-Blockheizkraftwerk. Rund 80 Prozent der erzeugten Wärme stammen künftig aus erneuerbaren Energien. Gegenüber konventionellen Versorgungslösungen können die CO₂-Emissionen um mehr als 80 Prozent reduziert werden.

QUENTIN steht beispielhaft für die neue Generation kommunaler Wärmeversorgung. Anders als klassische Einzellösungen betrachtet das Konzept ein komplettes Quartier und entwickelt eine passgenaue Energieversorgung für Wohngebäude und öffentliche Einrichtungen. Die intelligente Verknüpfung von Strom- und  Wärmeerzeugung schafft nicht nur eine klimafreundliche Versorgung, sondern erhöht auch deren Effizienz und Zukunftsfähigkeit.

„Mit QUENTIN zeigen die kommunalen Akteure unserer Stadt eindrucksvoll, was durch vertrauensvolle Zusammenarbeit und gemeinsames Handeln möglich ist. Stadt, evo, SBO und Wohnungswirtschaft bündeln hier ihre Stärken für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung. Das Projekt ist ein wichtiges Signal dafür, dass Oberhausen die Herausforderungen der Energiewende aktiv gestaltet. Ich bin überzeugt, dass wir auf dieser Grundlage auch weitere wegweisende Projekte für unsere Stadt entwickeln werden“, sagte Oberbürgermeister Thorsten Berg beim Ortstermin.

Für die evo ist das Quartierskraftwerk ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer klimaneutraleren Wärmeversorgung. Gerade im Gebäudebestand liegt ein großes Potenzial für die Energiewende, das durch moderne Quartierslösungen erschlossen werden kann.

„Die Wärmewende ist eine der zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre. Mit QUENTIN setzen wir auf ein technologisch innovatives Konzept, das erneuerbare Wärmequellen, effiziente Kraft-Wärme-Kopplung und eine intelligente Steuerung kombiniert. So schaffen wir eine Versorgungslösung, die Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit miteinander verbindet. Das macht das Projekt zu einem wichtigen Baustein für die Energiezukunft Oberhausens“, erklärte Christian Basler, technischer Vorstand der evo.

Das Quartierskraftwerk knüpft an die langjährige Quartiersentwicklung in Tackenberg an und führt die dort gewonnenen Erkenntnisse konsequent weiter. Die enge Zusammenarbeit aller Projektpartner bildet dabei die Grundlage für den Erfolg des Vorhabens. „QUENTIN ist das Ergebnis einer starken Partnerschaft und eines gemeinsamen Verständnisses dafür, wie die Energiewende kommunal gelingen kann“, ordnete Timm Dolezych, kaufmännischer Vorstand der evo, das Projekt ein. „Für das Vertrauen, die Unterstützung und die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten sind wir sehr dankbar. Solche Projekte erfordern Verlässlichkeit, gegenseitiges Vertrauen und den Willen, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Dass uns das hier gelungen ist, macht QUENTIN zu einem wichtigen Zukunftsprojekt für den Standort Oberhausen.“

Autor:
Sina Sitzmann [email protected] 0208 835-2960