// 13.07.2026

Gemeinsam für die Mobilitätswende

Elektromobilität
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evo und WKL nehmen erste Schnellladeinfrastruktur für Elektro-Lkw in Betrieb

Die Energieversorgung Oberhausen AG (evo) und die WKL GmbH – Wille Logistik haben in Oberhausen gemeinsam einen wichtigen Schritt für mehr Nachhaltigkeit im Straßengüterverkehr unternommen: Am Standort an der Lindner Straße wurde die erste High-Power-Charging-Ladestation (HPC-Lader) für den elektrischen Güterverkehr der Spedition in Betrieb genommen. Gemeinsam weihten Vertreter der evo und der WKL-Geschäftsführung die neue Anlage offiziell ein.

Der neue HPC-Lader verfügt über eine Ladeleistung von 300 Kilowatt an zwei Ladepunkten. Er wurde speziell für die Anforderungen von schweren Nutzfahrzeugen bis 40 Tonnen ausgelegt und ermöglicht den effizienten Betrieb von Elektro-Lkw auch im anspruchsvollen Dauerbetrieb. Bereits heute setzt die Oberhausener Spedition acht Elektro-Lkw ein, zwei weitere Fahrzeuge sind bereits fest eingeplant.

Mit dem Projekt realisiert die evo erstmals eine leistungsstarke Ladeinfrastruktur für einen Speditionskunden und unterstreicht damit ihre Rolle als Partner für nachhaltige Energielösungen in der Stadt. Neben der Hardware und Installation übernimmt die evo auch die Stromversorgung und hat für Wille Logistik ein individuell zugeschnittenes Gesamtkonzept entwickelt.

„Diese Investition ist ein starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. Solche Projekte wie hier mit Wille Logistik zeigen, was möglich ist, wenn Unternehmen vor Ort gemeinsam Verantwortung übernehmen und Innovation vorantreiben. Die evo versteht sich dabei als verlässlicher Dienstleister und Lösungsanbieter für moderne Energiekonzepte und Elektromobilität – von der Planung bis zum Betrieb aus einer Hand“, sagt Timm Dolezych, kaufmännischer Vorstand der evo.

Ein besonderes Merkmal der Anlage ist das intelligente Lastmanagement. Die Ladevorgänge werden gezielt in netzfreundliche Zeiten verlagert, um sogenannte Hochlastzeitfenster zu vermeiden. Dadurch profitieren Unternehmen von geringeren Netzentgelten, während gleichzeitig die Belastung des Stromnetzes reduziert wird. Die technische Steuerung übernimmt die evo, die gemeinsam mit dem Kunden ein wirtschaftlich und energiewirtschaftlich optimiertes Konzept entwickelt hat.

„Die Mobilitätswende ist ein zentraler Baustein der Energiewende und sie findet direkt vor unserer Haustür statt. Als regionaler Energiedienstleister versteht sich die evo als Wegbereiter dieser Entwicklung. Mit Projekten wie hier bei Wille Logistik schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass Elektromobilität auch im industriellen und gewerblichen Güterverkehr erfolgreich eingesetzt werden kann. Wir zeigen, dass die Transformation hin zu klimafreundlicher Mobilität sinnvoll und technisch zuverlässig umsetzbar ist“, erklärt Christian Basler, technischer Vorstand der evo.

„Wir sind überzeugt, dass Unternehmen eine aktive Rolle bei der Mobilitäts- und Energiewende übernehmen müssen. Mit diesem Projekt setzen wir ein klares Zeichen für mehr Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung“, sagt Daniel Wille, Geschäftsführer der WKL GmbH und der Wille Logistik GmbH.

Die Zusammenarbeit zwischen evo und Wille Logistik zeigt beispielhaft, wie der Umstieg auf E-Mobilität auch im Güterverkehr gelingen kann. Durch sinkende Fahrzeug- und Energiekosten, geringeren Wartungsaufwand sowie regulatorische Vorteile wird Elektromobilität für Speditionen zunehmend attraktiv. Voraussetzung dafür ist eine leistungsfähige und bedarfsgerechte Ladeinfrastruktur.

Auch für die Zukunft sind bereits weitere Ausbaustufen in Planung. Zusätzliche HPC-Lader, Batteriespeicher sowie eine Erweiterung des Netzanschlusses werden derzeit geprüft, um die wachsende Elektroflotte des Unternehmens langfristig zu unterstützen.

Autor:
Sina Sitzmann [email protected] 0208 835-2960