// 03.06.2026

Bilanz-Pressegespräch zum Geschäftsjahr 2025

Wir in Oberhausen
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evo wächst stabil, investiert konsequent und treibt die Energiewende in Oberhausen voran

Die Energieversorgung Oberhausen AG (evo) bleibt auch im Geschäftsjahr 2025 auf Kurs: Mit einem starken Jahresüberschuss, hohen Investitionen und großer Kundenzufriedenheit bestätigt das Unternehmen seine robuste wirtschaftliche Entwicklung. Beim jährlichen Bilanz-Pressegespräch stellten Timm Dolezych, kaufmännischer Vorstand, und Christian Basler, technischer Vorstand, die Bilanz des Geschäftsjahrs 2025 vor und ordneten die Entwicklung der evo vor dem Hintergrund eines weiterhin anspruchsvollen Marktumfelds ein.

Stabile Ertragskraft schafft Handlungsspielraum

Der Jahresüberschuss der evo erreichte im Jahr 2025 mit 15,9 Mio. Euro das zweithöchste operative Niveau* in der Unternehmensgeschichte. Das Ergebnis wird vollständig ausgeschüttet.

Die Eigenkapitalquote bleibt mit 35 % auf einem hohen Niveau und damit ein Stabilitätsanker.

Die Organisation wächst: Die Zahl der Mitarbeitenden stieg in 2025 inklusive Auszubildenden auf 460 an.

Investitionen auf Rekordniveau – Fokus auf Infrastruktur und Transformation

Die evo erhöht ihre Investitionen weiter deutlich. Das Volumen von 23,8 Millionen Euro in 2025 lag dabei mehr als doppelt so hoch wie noch in 2021.

Auch in den kommenden Jahren plant die evo mit weiter steigenden Investitionen, um die Energieinfrastruktur gezielt auszubauen und die Energiewende vor Ort aktiv voranzubringen. Schwerpunkte lagen und liegen auch zukünftig im Ausbau und der Modernisierung der Stromnetze sowie auf der Weiterentwicklung der Wärmeinfrastruktur. Allein 2025 investierte die evo rund 20 Millionen Euro in ihr Stromnetz sowie in die Wärmeerzeugung und -verteilung.

Treiber der Energiewende vor Ort

Mit ihrem Infrastruktur- und Investitionsprogramm gestaltet die evo die Energiewende in Oberhausen aktiv. Ziel ist es, Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und Bezahlbarkeit gleichermaßen sicherzustellen. Im Geschäftsjahr 2025 stammten rund 62 Prozent der Fernwärme aus nachhaltiger Erzeugung und industrieller Abwärme. Gleichzeitig entwickelt sich Oberhausen auch im Bereich Elektromobilität dynamisch: Die evo treibt den Ausbau der Ladeinfrastruktur konsequent voran. Oberhausen erreicht hierdurch eine der höchsten Ladedichten in Nordrhein-Westfalen. Damit schafft das Unternehmen zentrale Voraussetzungen für die Verkehrswende vor Ort.

Starker Beitrag für Stadt und Region

Die evo ist als Energieversorger der Stadt zugleich ein zentraler Wirtschaftsfaktor für Oberhausen. Im Jahr 2025 flossen insgesamt mehr als 45 Millionen Euro an bzw. in die Stadt – unter anderem durch Investitionen in die lokale Infrastruktur, Gewerbesteuer, Konzessionsabgaben sowie die Dividende an die Stadt Oberhausen.

Hinzu kommt ein breites gesellschaftliches Engagement: Die evo unterstützte in 2025 mehr als 70 Projekte aus den Bereichen Soziales, Kultur und Sport.

Im Jubiläumsjahr stärkt das Unternehmen zudem gezielt die Nähe zu den Menschen: Mit monatlichen Aktionen und Beteiligungsformaten erreicht die evo zahlreiche Bürgerinnen und Bürger. Die hohe Resonanz unterstreicht die enge Verankerung des Unternehmens in der Stadtgesellschaft.

Kundenzufriedenheit auf hohem Niveau

Die evo stellt ihre Kundinnen und Kunden konsequent in den Mittelpunkt. 2025 verzeichnete das Kundenzentrum rund 19.000 persönliche Besuche, ergänzt durch etwa 87.000 Telefonkontakte und 67.000 schriftliche Anliegen. Die hohe Servicequalität spiegelt sich dabei in den Ergebnissen der Kundenzufriedenheitsmessung wider: 83 Prozent der befragten Kundinnen und Kunden bewerten den Service als gut oder sehr gut. Das Kundenfeedback wird kontinuierlich ausgewertet und auf zusätzliche Kontaktkanäle ausgeweitet.

Als besonderes Zeichen der Wertschätzung hat die evo Ende 2025 zusätzlich eine Treueaktion umgesetzt und insgesamt 100.000 Treuetickets für lokale Freizeitangebote an ihre Kundinnen und Kunden ausgegeben.

Wärmewende: Klarer Rahmen, konkrete Projekte

Ein zentraler Schwerpunkt bleibt für die evo die Gestaltung der Wärmewende in Oberhausen. Mit dem Beschluss der kommunalen Wärmeplanung im Mai 2026 im Stadtrat wurde ein strategischer Meilenstein erreicht. Sie definiert den Rahmen für die zukünftige Wärmeversorgung der Stadt – von zentralen Strukturen bis hin zu dezentralen Quartierslösungen.

Die evo setzt diese Planung nun Schritt für Schritt in konkrete Projekte um:

  • Mit dem Quartierskraftwerk „Quentin“, gemeinsam realisiert mit der Sterkrader Wohnungsgenossenschaft und der Stadt Oberhausen, entsteht ein innovatives Modell für die dezentrale Wärmeversorgung. Rund 400 Haushalte, zwei Schulen sowie weitere öffentliche Gebäude sollen künftig zum Großteil mittels Wärmepumpen mit erneuerbarer Wärme versorgt werden. Dies führt zu einer CO2-Reduktion von rd. 80 Prozent.
  • Parallel dazu treibt die evo gemeinsam mit medl das Zukunftsthema Tiefengeothermie voran. Mit der Gründung der Erneuerbaren Wärme Styrum GmbH und der Vorbereitung einer Probebohrung werden die nächsten Schritte vorbereitet.

Die Wärmewende stellt hohe Anforderungen an alle Akteure. Für die evo ist klar: Klimaschutz, Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit müssen gemeinsam gedacht werden. Die evo richtet ihre Investitionen konsequent an diesem Dreiklang aus und gestaltet die Transformation der Energieversorgung in Oberhausen mit Augenmaß und langfristiger Perspektive.

Autor:
Sina Sitzmann [email protected] 0208 835-2960