// 08.06.2021

Wallbox Förderung - So erhalten Sie einen Zuschuss

Elektromobilität
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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Um Zuschüsse für die Wallbox zu bekommen, sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen.
  • Die Ladestation wird ausschließlich privat genutzt.
  • Die Ladestation wird an einem bestehenden Wohngebäude installiert.
  • Die Installation wird von einem Fachbetrieb vorgenommen, der den ordnungsgemäßen Anschluss nachweist.
  • Die Wallbox erfüllt technische Grundvoraussetzungen: Sie verfügt über eine Ladeleistung von 11 kW und ist smart sowie steuerbar.
  • Gesamtkosten aus Wallbox und Installation müssen 900 € überschreiten.

Zuschuss 440 vom Staat: 900 Euro Förderung für Ihre Wallbox

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, fördert unter dem Titel „Zuschuss für Elektroautos- Wohngebäude“ fachgerecht installierte Ladestationen für Elektroautos an Wohngebäuden im Rahmen des Zuschussprogramms Nummer 440. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat im Februar 2021 weitere 100 Millionen Euro öffentliches Fördergeld bereitgestellt, um den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge voranzutreiben. Die KfW ist mit der Ausreichung der Gelder beauftragt und nimmt Anträge entgegen.

Die Förderung bezieht sich auf den Kauf und die Installation von privaten Ladestationen, sodass neben den reinen Gerätekosten auch die Arbeitsstunden der Elektrofachleute berücksichtigt werden, die die Montage und Installation vornehmen.

Wer kann diese Förderung erhalten?

Anträge dürfen von privaten Eigentümern, Wohnungseigentümergemeinschaften, Mietern (mit Zustimmung des Vermieters) und Vermietern von Wohneigentum gestellt werden. Als Vermieter kommen auch Unternehmen oder Wohnungsgenossenschaften in Betracht.

Der Zuschuss steht ausschließlich für private Ladestationen zur Verfügung. Das bedeutet, dass gewerblich genutzte Ladepunkte nicht über dieses Programm bezuschusst werden können. Diese Einschränkung betrifft unter anderem Kundenparkplätze oder Wallboxen zum Laden von Dienstfahrzeugen.

Welche Wallboxen werden gefördert?

Damit eine Wallbox gefördert wird, muss sie bestimmte technische Voraussetzungen erfüllen. Die Ladestation darf eine Ladeleistung von 11 kW nicht überschreiten. Sollten Sie eine Wallbox mit einer höheren Ladeleistung installieren lassen, muss ihr Elektrofachbetrieb diesen auf 11 kW herunter regeln. Eine weitere technische Voraussetzung ist die intelligente Steuerung. Eine intelligent gesteuerte Wallbox kommuniziert mit weiteren angeschlossenen Geräten im Stromkreis. Dies ist deshalb von Bedeutung, weil ein smartes Gerät die Ladeleistung begrenzt oder zeitlich verschiebt, um das Stromnetz nicht zu überlasten. Die KfW führt eine Liste, der Sie entnehmen können, welche Anbieter von Wallboxen förderfähig sind. Diese wird laufend aktualisiert. Sollte Ihre Wallbox nicht auf dieser Liste stehen, können Sie sich mit dem Hersteller in Verbindung setzen: Dieser kann prüfen lassen, ob die Wallbox die Mindestanforderungen der KfW erfüllt und die Wallbox somit förderfähig ist.

Tipp: Die evo Wallboxen sind auf der KfW-Liste geführt.

Voraussetzungen für die Förderung

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur lässt über die KfW so lange Zuschüsse zur Finanzierung von Ladestationen für Elektroautos auszahlen, bis der Fördertopf erschöpft ist. Deshalb sollten Sie rechtzeitig einen Antrag stellen, auf den im Übrigen kein Rechtsanspruch besteht. Ihr Antrag muss stets vor Vorhabensbeginn eingereicht werden. Folgende Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit eine Wallbox gefördert werden kann:

  • Die Gesamtkosten der Wallbox belaufen sich auf mindestens 900 Euro.
  • Die Ladeleistung liegt bei 11 kW.
  • Der genutzte Strom muss vollständig aus erneuerbaren Energien stammen, zum Beispiel aus einem Ökostromtarif. Hier gibt es spezielle Lieferverträge, die garantieren, Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Quellen bereitzustellen.
  • Die Wallbox muss smart und steuerbar sein.
  • Es werden nur Neugeräte gefördert

Was kostet eine Wallbox mit Installation?

Die Gesamtkosten für eine Wallbox setzen sich aus mehreren Punkten zusammen:

  • Eine Wallbox mit einem Ladepunkt kostet durchschnittlich zwischen 700 und 1300 Euro. Geräte mit zwei oder mehr Ladepunkten kosten zwischen 1.000 und 4.000 Euro.
  • Die Installationskosten für eine Wallbox fangen bei ungefähr 500 Euro an und können bis zu 2.500 Euro betragen. Im Schnitt belaufen sie sich auf 1.000 bis 1.500 Euro. Die Kosten für die Anmeldung sind darin in der Regel enthalten.

Auf den Cent genau lässt sich nicht sagen, wie teuer das Vorhaben insgesamt wird, weil es diverse Einflussgrößen gibt. Ein mittlerer Durchschnitt lässt sich aber nennen: Die durchschnittlichen Kosten für eine Wallbox liegen – je nach Umfang – bei 1.100 bis 3.000 Euro.

Erhalte ich eine Förderung auch, wenn ich neu baue?

Die Förderung wird nicht für Elektroauto-Ladepunkte gewährt, die im Zuge eines Neubaus installiert werden. Doch sobald die Bauarbeiten abgeschlossen sind, wird aus dem Neubau per Definition ein Bestandsbau. Dann können Sie im nächsten Schritt den Antrag stellen und schon bald Ihr Elektroauto zuhause laden.

Tipp: Sie sollten im Neubau bereits bei der Planung die notwendigen Leerrohre berücksichtigen, um die Ladestation später unkompliziert installieren zu lassen.

Zuschusshöhe berechnen

Die öffentliche Förderung von 900 Euro fließt pro Ladepunkt, sofern die Kosten für den Ladepunkt mindestens 900 Euro betragen. Es gibt Modelle mit einem einzelnen Ladepunkt für E-Autos und solche mit zwei oder mehr Ladepunkten. Die folgende Tabelle liefert einen Überblick der Zuschusshöhen, an der Sie den Gesamtzuschuss ganz einfach ablesen können.

Anzahl der Ladepunkte Gesamtkosten in Euro Höhe des Zuschusses in Euro
1 bis 899 0
1 ab 900 900
2 bis 1.799 900
2 ab 1.800 1.800
3 bis 2.699 1.800
3 ab 2.700 2.700
4 bis 3.599 2.700
4 ab 3.600 3.600

 

Wer mehr als 4 Ladepunkte installieren lässt, berechnet die Höhe der Förderung wie folgt: Die Summe der Gesamtkosten wird durch 900 geteilt. Die Zahl vor dem Komma multipliziert mit 900 Euro ergibt den Zuschussbetrag.

Beispiele:

  • Die Installation einer Wallbox mit 5 Ladpunkten kostet 4.000 Euro. Die Berechnung lautet 4.000 : 900 = 4,44. Nun wird die Zahl vor dem Komma, nämlich die 4, mit 900 Euro multipliziert. Der Zuschuss beträgt 4 x 900 Euro = 3.600 Euro.
  • Die Installation einer Wallbox mit 6 Ladpunkten kostet 5.000 Euro. Die Berechnung lautet in diesem Fall 5.000 : 900 = 5,55. Nun wird die Zahl vor dem Komma, nämlich die 5, mit 900 multipliziert. Der Zuschuss beträgt 5 x 900 Euro = 4.500 Euro.
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So beantragen Sie die staatliche Förderung

Den öffentlichen Zuschuss beantragen Sie in vier überschaubaren Schritten. Bitte beachten Sie, dass Sie den Antrag vor Vorhabensbeginn stellen müssen!

1.

Antrag im KfW-Zuschussportal stellen

Sie registrieren sich und geben alle notwendigen Daten an. Dazu gehört ihr vollständiger Name nebst E-Mail-Adresse. Danach klicken Sie auf den Button „Zuschuss jetzt beantragen“ und wählen das Programm „Zuschuss für Elektroautos- Wohngebäude“ aus. Es läuft unter der Nummer 440. Bei der Antragstellung wird Ihnen mitgeteilt, mit welchem Zuschuss Sie rechnen können. Bitte warten Sie ab, bis Sie eine Bestätigung des Zuschussantrags erhalten. Erst dann dürfen Sie den nächsten Schritt gehen.

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2.

Wallbox bestellen und Fachbetrieb mit der Installation beauftragen

Nun dürfen Sie die Ladestation bestellen und einen Fachbetrieb beauftragen. Bitte bedenken Sie, dass der Strom für die Versorgung der Ladestation zu 100 % aus erneuerbaren Energien stammen muss. Außerdem muss das Gerät förderfähig sein. Eine Liste der förderfähigen Ladestationen stellt die KfW zur Verfügung. Selbstverständlich können Sie auch das Wallbox-Paket der evo buchen. Dann bekommen Sie alles Notwendige fachgerecht und förderfähig aus einer Hand.

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3.

Auszahlung beantragen

Damit die KfW den Zuschuss an Sie überweisen kann, müssen Sie sich identifizieren. Dabei kommt der SCHUFA-Identitätscheck zum Einsatz. Der SCHUFA-identitätscheck wird im KfW-Zuschussportal in Gang gesetzt, wenn Sie sich in Ihr Profil einloggen und die Identifikation über den Button „jetzt identifizieren auslösen“. Falls dieser Check nicht funktionieren sollte, können Sie sich per PostIdent oder per VidoIdent bei der Deutschen Post identifizieren lassen. Ohne vorherige Identifikation ist die abschließende Prüfung des Antrags nicht möglich.

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4.

Belege hochladen

 

Sobald die Arbeiten zur Installation der Wallbox abgeschlossen sind, können Sie die Rechnung im KfW-Zuschussportal hochladen. Die Bezahlung der Rechnung muss aus Gründen der Nachweisbarkeit per Überweisung erfolgen und bestimmte Kriterien erfüllen:

  • ausgestellt in deutscher Sprache
  • enthält Angaben zum Modell und Hersteller der Wallbox sowie zu den geleisteten Installations- und Montagearbeiten
  • enthält Adresse des Installationsortes
  • Zahlbetrag nach Skonto und Rabatt ist ausgewiesen
  • auf der Rechnung steht die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer oder die Steuernummer der ausstellenden Firma

 

Die KfW prüft die eingereichten Unterlagen und meldet sich per E-Mail bei Ihnen. Außerdem finden Sie Informationen zum Status Ihres Antrags stets im KfW-Portal.

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Wallbox Förderung von Land oder Kommune

Auf der Suche nach passenden Fördermitteln für die Wallbox ist es ratsam, sich im eigenen Bundesland und in der zuständigen Kommune zu informieren. In Nordrhein-Westfalen gibt es beispielsweise das Förderprogramm progres.nrw. Dort hat das Wirtschaftsministerium des Landes zahlreiche Fördermöglichkeiten rund um regenerative Energien gebündelt. Grundsätzlich unterscheidet das Programm fünf Förderbereiche:

  • Elektromobilität
  • KWK (Kraft-Wärme-Kopplung)
  • Innovation
  • Wärme- und Kältenetze
  • Markteinführung

Für den Bereich Elektromobilität bzw. emissionsarme Mobilität gelten bestimmte Richtlinien. So muss die Wallbox über eine bidirektionale Datenübertragungsschnittstelle verfügen, um förderfähig zu sein. Auch ein Kommunikationsprotokoll für die Ansteuerung ist nötig. Die Förderhöhe beträgt dann 50 Prozent der Ausgaben, maximal aber 2.000 Euro pro Ladepunkt.

Die progres.nrw-Förderung steht ausschließlich juristischen Personen, Personengesellschaften und Kommunen sowie kommunalen Betrieben offen. Privatpersonen können die Förderung also nicht beantragen. Für Unternehmer stellt progres.nrw eine gute Möglichkeit dar, die Installation einer Wallbox fördern zu lassen.

Beim Antrag ist zu beachten, dass nicht alle Ausgaben förderfähig sind. Die Installation der Wallbox, der Leistungselektronik und des Netzanschlusses sind selbstverständlich zuwendungsfähig. Weitere Ausgaben, die sich durch das Programm fördern lassen, sind:

  • das Lastmanagement mehrerer Ladepunkte
  • die Kennzeichnung und Parkplatzmarkierung
  • Energiemanagementsysteme
  • der Tiefbau, der Bau des Fundaments sowie die Wiederherstellung der Oberfläche
  • Montage und Inbetriebnahme sowie Netzanschluss der Wallbox
  • Anfahrschutz und Beleuchtung

Wichtig ist, dass der für die Wallbox genutzte Strom aus regenerativen Energiequellen stammt. Optional kann der Strom zumindest zum Teil aus selbst erzeugtem Strom (beispielsweise aus einer Photovoltaik-Anlage) stammen.


Unterstützung seitens der Energieversorgung Oberhausen

Wir haben für Sie einen umfassenden Ratgeber rund um das Thema Wallbox erstellt. Die evo bietet Ihnen mit einer 11-kW-Wallbox direkt eine passende Ladelösung an. Wir installieren selbstverständlich gerne die Wallbox fachmännisch bei Ihnen zu Hause und liefern Ihnen den passenden Ladestrom. Die evo führt drei verschiedene Modelle, die allesamt für die Innen- und Außenmontage geeignet sind:

  1. evo-Wallbox Basis: Dieses kommt mit einer Leistung von 11 kW. Ein fünf Meter langes Kabel macht die Handhabung unkompliziert möglich. Besonderes Extra ist die 10-jährige Herstellergarantie.
  2. evo-Wallbox Komfort: Die smarte Wallbox kann über WLAN eingebunden und per App gesteuert werden. Sie hat eine Ladeleistung von 22 kW und bietet eine Herstellergarantie von 2 Jahren.
  3. evo-Wallbox Profi: Sie ähnelt der Komfort-Wallbox und hat ebenfalls 22 kW Ladeleistung. Der Unterschied liegt in den Schnittstellen. Neben WLAN lässt sich das Gerät mit LAN anbinden. Auch kann die Authentifizierung neben der App auch per RFID erfolgen.

Wir unterstützen Sie selbstverständlich gerne dabei, die Zuschüsse bei der KfW zu beantragen. So bekommen Sie alles im Komplettpaket aus einer Hand von der evo und können schon bald Ihr Elektroauto zuhause laden.